"Baxter engagiert sich kontinuierlich für innovative Lösungen bei der Behandlung von terminaler Niereninsuffizienz (ESRD)", so Bruce McGillivray, President von Baxters Geschäftsbereich Renal. "Außerdem zeigt sich hier auch der strategische Ansatz, die Produktentwicklung durch gezielte Partnerschaften voranzutreiben und zu verbessern."
Baxter und DEKA haben bereits in der Vergangenheit gemeinsam an erfolgreichen Produkten gearbeitet, darunter an der Konstruktion und Entwicklung von Baxters HomeChoice-Gerät für die automatisierte Peritonealdialyse.
"Die Heim-Hämodialyse stellt einen weiteren Fortschritt auf dem Gebiet der Heimdialyse dar", so McGillivray. "Dank unserer weltweit führenden Rolle auf dem Gebiet der Heimdialyse und der umfassenden Erfahrung von DEKA in der Entwicklung neuartiger medizinischer Produkte werden wir in der Lage sein, diese viel versprechende Technologie noch schneller voranzutreiben."
Im Rahmen dieser Kooperation hat Baxter eine Option zum Erwerb der Lizenzen von HHD, LLC gekauft und wird die entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von DEKA finanzieren. Möglicherweise wird Baxter in Zukunft auch Lizenzgebühren an DEKA entrichten. Aufgrund der handelsrechtlichen Bestimmungen in den USA (US-GAAP) erwartet Baxter im 3. Quartal 2007 einen zusätzlichen Aufwand von bis zu 25 Mio. US-Dollar aus diesem Geschäft.
Über Dialyse
Die Dialyse übernimmt die Funktion einer Ersatzniere, indem sie Abbauprodukte und überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper entfernt. Zwei technische Therapieverfahren: die Hämodialyse und die Peritonealdialyse haben sich etabliert.
Bei der konventionellen Hämodialyse müssen sich die Patienten meistens drei Mal pro Woche vier Stunden lang in einem Zentrum behandeln lassen. Bei dieser Methode gibt es keine Aussichten auf bessere Behandlungsresultate. Die Nephrologen untersuchen derzeit, ob sich durch häufigere Dialysen eventuell deutlich bessere klinische Ergebnisse erzielen lassen.
Mehrere kleinere klinische Studien ergaben, dass häufigere und längere Hämodialysen, die sich im Rahmen einer Heimtherapie leichter realisieren ließen, den Patienten sowohl kurz- als auch langfristig signifikante klinische Vorteile bieten, indem etwa weniger Krankenhausaufenthalte erforderlich sind und eine bessere Blutdruck- und Anämiekontrolle möglich ist.
Bei der Peritonealdialyse handelt es sich um ein Nierenersatzverfahren, bei dem eine körpereigene Membran - das Peritoneum - die Entgiftungs- und Entwässerungsfunktion übernimmt. Diese Behandlung läuft über 24 Stunden kontinuierlich, kommt somit der natürlichen Nierenfunktion näher und wird vom Patienten zu Hause durchgeführt.
"Die Kooperation mit DEKA gibt uns die Möglichkeit, zwei äußerst effektive Formen der Heimdialyse anzubieten: die Peritonealdialyse und die Heim-Hämodialyse", so Sarah S. Prichard, M.D., Vice President von Global Medical/Clinical Affairs and Research im Geschäftsbereich Renal von Baxter. "Patienten, die mit Heimdialyse behandelt werden, haben eine deutlich bessere Lebensqualität, da sie flexibler sind und mehr Einfluss auf ihre Behandlungszeiten haben."
Über DEKA und HHD, LLC
DEKA ist ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen mit Firmensitz in Manchester im US-Bundesstaat New Hampshire mit ca. 200 Mitarbeitern aus den Bereichen Maschinenbau, Herstellung und Qualitätssicherung, die auf die Entwicklung von neuen Technologien in einem vielfältigen Einsatzgebiet spezialisiert sind. Das Unternehmen wurde 1982 von Dean Kamen gegründet, einem Erfinder, der über 250 Patente in den USA und in anderen Ländern besitzt. Viele dieser Patente beziehen sich auf innovative Medizinprodukte, die Bahnbrechendes in der weltweiten Gesundheitsversorgung bewirkt haben.
HHD, LLC besitzt und lizenziert bestimmte geistige Eigentumswerte, die voraussichtlich für das Heim-Hämodialyseprogramm nutzbringend eingesetzt werden können.