DLT-Präsident Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz): "Der Nationale Integrationsplan mit Beiträgen von Bund, Ländern, Landkreisen und Städten bildet eine gute weitere Grundlage zur Verbesserung der Integrationsarbeit.
Wir sind sicher, dass hiervon neue Impulse für die stärkere Integration von Zuwanderern ausgehen werden. Diese Chance sollten auch die Migrantenverbände sehen und die Veranstaltung nicht boykottieren." In der aktuellen Debatte zum Zuwanderungsgesetz sprach sich Duppré für die vorgesehenen Regelungen aus. Diese entsprächen kommunalen Forderungen.
Die Landkreise seien bereit, ihre über lange Zeit erworbene Kompetenz auf dem Gebiet der Integrations-förderung in den Integrationsgipfel einzubringen. Duppré sagte, das Treffen könne einen erheblichen Beitrag dazu leisten, gute Beispiele und Integrationskonzepte zusammenzuführen und das Handeln von Bund, Ländern, Kommunen und den weiteren Akteuren in diesem Feld zu intensivieren.
Die Kommunen würden im Rahmen des Integrationsplanes eine Selbstverpflichtung abgeben, die eine Fortsetzung und Verstärkung kommunaler Integrationsprozesse beinhaltet, um so gemeinsam einen Beitrag für die Nachhaltigkeit der Integrationsbemühungen zu leisten. "Dies umfasst etwa die Weiterentwicklung kommunaler Gesamtstrategien zur Integration, die Unterstützung oder Initiierung lokaler Netzwerke der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Akteure, die Erhöhung des Anteils von Menschen mit Migrationshintergrund in den Verwaltungen und den Ausbau des Bildungsangebotes für Zuwanderer", so Duppré.
Ein weiterer Beitrag des Deutschen Landkreistages sei in diesem Zusammenhang die ab sofort freigeschaltete Homepage zur Integration in den Landkreisen unter www.kreise-fuer-integration.de. "Durch diese Plattform werden die vielfältigen Aktivitäten der Landkreise auf einer Internetseite gebündelt und stehen im Kurzprofil einer großer Zahl von Nutzern zur Verfügung." Vom heutigen Tage an werde der Deutsche Landkreistag nach und nach die Integrationsprogramme der Landkreise einstellen, um aus dem Portal ein echtes Instrument zur Darstellung kommunaler Integrationsbemühungen zu machen, best practices zu veröffentlichen und die Vernetzung der betreffenden Akteure zu unterstützen.