Die Gelegenheit hat auch Jan-Patrick Feddersen genutzt. Der 22-Jährige hat für sein Studium der Fahrzeugtechnik einen besonders weiten Weg auf sich genommen: Er kommt aus Regensburg. "Osnabrück hat genau die richtige Größe zum Studieren - nicht zu klein, nicht zu groß, sodass man sich schnell zurechtfindet." Jan Polhout aus Hollage konnte auf dem Info-Markt schon die ersten Kommilitoninnen und Kommilitonen kennenlernen. Sinje Fischer wird mit ihm zusammen Wirtschaftsrecht studieren. "Ich habe mir vorher verschiedene Hochschulen in Norddeutschland angeschaut. Der Caprivi-Campus der Hochschule Osnabrück hat mir mit dem Mix aus den schönen alten Kasernengebäuden und der modernen Ausstattung einfach am besten gefallen", berichtet die Hannoveranerin kurz vor der Immatrikulationsfeier.
Passend zum Rosenmontag begrüßte Benjamin Häring, Theaterpädagoge vom Campus Lingen, kurz darauf die Erstsemester in der gut gefüllten Aula mit einer nicht ganz erstgemeinten Büttenrede. Neben dem Moderator sorgte auch die A-cappella-Band "Männersache" des Instituts für Musik mit einer großen Portion Selbstironie für viele Lacher und tosenden Applaus.
Hochschul-Präsident Prof. Dr. Andreas Bertram zeigte den Studierenden die Vorteile ihres neuen Lebensabschnitts auf: "Sie haben nun deutlich mehr Freiheiten, Ihr Leben zu gestalten. Nutzen Sie diese Zeit, um Ihre Stärken herauszufinden. Nehmen Sie sich aber auch Freiräume für ein Auslandssemester oder ein Praktikum im Ausland. All das wird Sie als Person, aber auch Ihre Karriere bereichern."
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hieß die Studierenden im Namen der Stadt Osnabrück mit einem "Osna Helau" herzlich willkommen und betonte: "Wir brauchen kluge und engagierte Köpfe. Die Stadt pflegt gute Beziehungen zu den ansässigen Unternehmen. Das bedeutet für Sie gute Chancen schon während des Studiums in die Arbeitswelt hineinzuschnuppern und auch nach dem Studium in Osnabrück bleiben zu können." Annelen Trost, Leiterin der Hochschulgastronomie, stellte von den Mensen über das Studentische Wohnen bis hin zur Psychosozialen Beratung alle Angebote des Studentenwerks vor. Sergej Friesen und Jan Mönkedieck berichteten von der Arbeit des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) und erinnerten die Erstsemester an die kommenden Hochschul-Partys und die am Nachmittag stattfindende Stadtrallye.
Zum Sommersemester startet an der Hochschule Osnabrück auch das neue Studienmodell "INGflex" mit den beiden berufsbegleitenden Bachelorstudiengänge "Ingenieurwesen - Maschinenbau" und "Ingenieurwesen - Fahrzeugtechnik". Die Vorlesungen finden alle 14 Tage freitagnachmittags und samstags statt, sodass die Studierenden flexibel neben dem Beruf und möglichen Familienverpflichtungen einen Hochschulabschluss erwerben können. Die Hochschule ermöglicht somit Berufstätigen mit oder ohne Abitur aus den Metallberufen neue Qualifizierungschancen. "INGflex" ist Teil des Förderprogramms "Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen" des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).