Um das in der Verwaltung bereits bestehende Energiemanagement zu erweitern und zu optimieren, hat das Gebäudemanagement Freiburg (GMF) jetzt mit der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) eine Kooperationsvereinbarung geschlossen und ergänzt damit die bisherige erfolgreiche Arbeit des GMF bei der beispielsweise sogenanntes Einsparcontracting bei Gebäuden durchgeführt wurde. Bei den fünf städtischen Gebäuden Innenstadtrathaus, Walter-Rathenau-/Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule, Weiherhofschulen, Bürgerhaus Seepark und Rotlaub Kindergarten wird die KEA in den nächsten 12 Monaten konstant das Energiemanagement mit betreuen und so den Verantwortlichen vor Ort neue Möglichkeiten bei der Energieeinsparung aufzeigen. Das Projekt folgt dem Prinzip "Lernende Organisation", da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GMF von der KEA bei Ihrer Arbeit begleitet werden und so direkt von den Experten der KEA auf neue Wege und Verfahren im Rahmen des Energiemanagements hingewiesen werden. Er2 folgreiche Lösungen werden vom GMF parallel dazu auf weitere Gebäude (Technisches Rathaus, Wentzinger-Schulen, Paul-Hindemith-Schule, Max-Weber-Schule u. a.) übertragen.
Für Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik ist die Zusammenarbeit mit der KEA ein weiterer Baustein bei dem Ziel der Reduktion von Energie und somit CO2: "Wir loten alle Möglichkeiten aus und sind gespannt auf die Hinweise der Landesenergieagentur."
Energiemanagement beinhaltet die Optimierung von Gebäuden vor allem hinsichtlich des Energie- und Wasserverbrauches.Der Schlüssel für den Erfolg liegt in der Koordination und Zusammenführung einer Vielzahl von Aufgaben: Energieverbrauchskontrollen, Gebäudeanalysen, Schulungen von Hausmeistern sowie die Kontrolle und Optimierung von Regeleinrichtungen sind die Grundlagen für ein erfolgreiches Energiemanagement. Bei den für das Projekt mit der KEA ausgesuchten fünf städtischen Gebäude, deren gesamte Energiekosten bei zirka 500 000 Euro liegen, zeigt sich bei allgemeinen Untersuchungen ein Einsparpotential in der Größenordnung von 10 Prozent allein durch optimale Kontrolle und Betriebsführung. Hauptaugenmerk beim Energiemanagement sind immer die Komponenten Heizung, Lüftung und Beleuchtung.
Der Geschäftsführer der KEA Dr. Volker Kienzlen sowie der zuständige Projektleiter, Horst Fernsner, legten heute den entscheidenden Vorteil für Kommunen beim Energiemanagement dar: "Die Kommunen müssen nicht investieren, erreichen aber mit ihrer kontinuierlichen Arbeit im Energiemanagement große Einsparpotentiale." Diese Einsparpotentiale seien am besten zu gewinnen in der direkten Begleitung und im Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kommunen. Bürgermeisterin Stuchlik betonte weiterhin, dass man mit der KEA einen Partner gefunden habe, der über langjährige Erfahrungen in Sachen Energiemanagement verfüge.
Zudem könnten die bei der Zusammenarbeit mit KEA gewonnen Erkenntnisse später auch bei allen anderen Gebäuden und in der gesamten Stadtverwaltung angewandt werden. "Der Effizienzgewinn wird sich dadurch noch weiter steigern und wir kommen unseren Klimaschutzzielen damit wieder einen Schritt näher."