Beide romanische Nationen waren in der Barockmusik tonangebend. Und Deutschland hat von beiden viel gelernt, sowohl in puncto Form und Stil als auch in der Besetzung. So werden die Barockfestspiele in Bad Arolsen in diesem Jahr zur Begegnungsstätte – nicht nur für viele Konzertbesucher sondern auch für die barocke Musik verschiedener Länder.
Bekannte Größen der Barockmusik werden dabei ebenso zu hören sein wie junge Künstler, die am Anfang einer großen Karriere stehen. Der Eröffnungsfestakt findet auch in diesem Jahr im restaurierten Steinernen Saal des Residenzschlosses statt, untermalt von dem Parforcehorn-Bläsercorps Vöhl-Edersee. Um 20 Uhr lädt die Festspielleitung dann ins Festspielhaus der Fürstlichen Reitbahn. Zum Eröffnungskonzert gibt es „Festliche Trompetenmusik an europäischen Höfen“. Es spielen an diesem Abend Hannes Rux, Almut Rux und Ute Hartwich mit dem Ensemble Seicento. Die drei Solisten gehören derzeit zu den Besten ihrer Sparte.
Im Festsaal des Schreiberschen Hauses spielt am Samstag, 2. Juni, 11 Uhr, Jutta Seifert in dem Theater-Solo „Die Courasche“. Erneut im Steinernen Saal des Residenzschlosses gibt es ab 17 Uhr an diesem Samstag „Italienische Leichtigkeit und französischer Genuss in deutscher Musik“. Zu Gehör kommen an diesem Abend unter anderem Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann. Es spielen Gustav Leonhardt am Cembalo und Barthold Kuijken an der Traversflöte.
Und neben ihnen sind an jedem Tag der Bad Arolser Barockfestspiele Glanzlichter der international führenden Künstlerelite eingeladen, unter anderem am Samstag, 20 Uhr, im Rauch-Museum die „Capella Pura“ und fünf Sänger mit dem Programm „Der Liebe Lust und Leid“ sowie um 22.30 Uhr in der Fürstlichen Reitbahn das Konzert für Nachtschwärmer „Mozarts Liebeskugeln“ mit dem Klavierkabarettisten Armin Fischer.
Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Gaukler und Händler. An diesem Tag haben die Geschäfte geöffnet und es gibt von 13 bis 18 Uhr allerhand Genuss für Auge, Ohr und Gaumen.
Weiter geht es in der neuen Woche mit herausragenden Konzerten, unter anderem mit dem „Musica Fiata“ und „Capella Ducal“ in größter Besetzung und fünf Gesangssolisten mit Ripieno-Chor, mit Friedemann Immer und seinem Trompeten-Consort mit Pauken und Orgel und mit dem „Trio Le Chardon.
Ein Höhepunkt für die kleinen Besucher der Barockfestspiele wird mit Sicherheit der Montagvormittag. Hier gastiert „Die kleine Oper“ Bad Homburg mit „In der Hölle ist der Teufel los“, nach „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber.
Viele Rahmenveranstaltungen, kulinarische Einstimmung und Ausklang bei Fackelschein runden die Festspiele ab und laden zum barocken Gesamtkunstwerk aus Musik, Architektur und Lebensgefühl. Und natürlich wird während der Festspieltage die Stadt festlich herausgeputzt.
Ein 16-seitiges, kostenloses Faltblatt und das 64-seitige, ausführliche Programmbuch (zwei Euro) liegen in der Region aus. Beides kann bestellt werden beim Gäste- und Gesundheitszentrum Bad Arolsen.