Im zweiten Quartal 2007 treiben drei der vier Komponenten den Index nach oben: Der Creditreform Geschäftsklimaindex klettert mit einem aktuellen Stand von +29,8 auf ein neues Hoch. Die Unternehmen sind weniger insolvenzanfällig als zuletzt, und schließlich verbessert sich das Zahlungsverhalten der Betriebe sehr deutlich.
Die Insolvenzanfälligkeit der deutschen Unternehmen verringert sich weiter. Der Creditreform Risiko Indikator (CRI), der ein Maß für das Insolvenzrisiko ist, sank im Vergleich zum Vorquartal um 0,03 auf 2,16. Damit weisen von 10.000 Unternehmen 216 ein so genanntes Negativmerkmal, etwa einen massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag, auf.
Unternehmen zahlen schneller
Verbesserungen sind auch beim Zahlungsverhalten der Unternehmen zu vermelden. Die mit der ausstehenden Summe gewichtete Überfälligkeit in Tagen, die mit Hilfe des Creditreform Datenpools zum Austausch von Zahlungserfahrungen (ZaC) ermittelt wird, verringerte sich um mehr als eineinhalb Tage auf 13,26. Demnach wurden die Gläubiger in den vergangenen Monaten deutlich schneller bedient. Die Kreditwürdigkeit der Unternehmen bleibt im zweiten Quartal 2007 unverändert. Der durchschnittliche Bonitätsindex für die knapp 3,6 Millionen Unternehmen steht aktuell bei 258.
Im Verarbeitenden Gewerbe läuft es rund – Bau und Einzelhandel überwinden Einbruch vom Jahresbeginn
In allen zehn bewerteten Wirtschaftszweigen zeigt sich die Konjunkturlage von ihrer freundlichen Seite. Im Verarbeitenden Gewerbe, dazu zählen Chemie, Konsumgüterbranche und Metall- und Elektroindustrie, verbessern sich die Branchenindizes auf neue Höchststände. Das Baugewerbe verzeichnet saisonbedingt im zweiten Quartal eine bessere Geschäftslage und höhere Umsätze. Auch im Einzelhandel konnte der Einknick des Branchenindikators zu Jahresbeginn wettgemacht werden.
Der vollständige Quartalsbericht kann bei der Creditreform Wirtschaftsforschung in Neuss oder im Internet unter www.creditreform.de bestellt werden. Die nächste Ausgabe erscheint Mitte November.