Die Grenzen der Landkreise und Städte sollen zukünftig bundesweit im Zuschnitt der Agenturen für Arbeit beachtet werden. Bisher sind die Bezirke der Agenturen und die Landkreisgrenzen nicht immer deckungsgleich, zum Teil gibt es erhebliche Abweichungen. Nach derzeitigem Planungsstand soll es künftig 156 Agenturen für Arbeit in Deutschland geben. Diese Zahl kann sich im Verlauf des Prozesses noch leicht ändern. Details dazu kann die BA erst nach weiteren Beratungen in den Gremien und entsprechenden Beschlüssen nennen. Abstimmungen mit den Landesregierungen und den Beteiligten vor Ort werden nun in die Wege geleitet.
Für die Region Mittlerer Oberrhein bedeutet diese geplante Veränderung, dass die Agenturen für Arbeit Rastatt und Karlsruhe zukünftig als eine Organisationseinheit arbeiten werden. Die Vorsitzenden der Geschäftsführungen beider Agenturen, Ingo Zenkner und Horst Sahrbacher, gestalten gemeinsam ein Konzept.
"Für die Bürger ändert sich nichts. Alle Anliegen werden weiterhin wohnortnah und effektiv bearbeitet. Auch die regionalen Jobcenter sind hiervon nicht berührt. Wir stehen heute am Beginn eines Veränderungsprozesses, in dessen Verlauf wir eine neue, leistungsfähige Organisation schaffen, ausgerichtet am Ziel, den Menschen und unseren Partnern in der Region weiterhin die bestmögliche Dienstleistung der Agentur für Arbeit wohnortnah und effektiv anbieten zu können" sagt Ingo Zenkner.
Neben dem Neuzuschnitt der Agenturbezirke sollen sachbearbeitende Aufgaben ohne Kundenkontakt künftig gebündelt werden. Das bedeutet: In den Arbeitsagenturen werden spezialisierte Teams gebildet, die bestimmte Aufgaben für benachbarte Arbeitsagenturen mit erledigen. So kann ein hoher Qualitätsstandard gesichert werden.