Nach der ersten Ausschreibung Anfang des Jahres 2013 gingen 108 Bewerbungen ein. Derzeit liegen von den sechs in der ersten Phase geförderten Stoffen die Drehbücher zur Auswahl für die zweite Phase vor. In der zweiten Stufe werden aus diesen Drehbüchern die besten, mindestens jedoch zwei Projekte für eine Mitfinanzierung durch die Fördereinrichtungen, die Politik und die Fernsehsender ausgewählt. Ab dem Frühjahr 2014 sollen zwei Filmstoffe produziert und mit Hilfe von vorgezogenen Verleihförderungen und entsprechenden Sendeplätzen im KiKA - dem Kinderkanal von ARD und ZDF ein möglichst breites Publikum bekommen.
Parallel hat am 17. Februar 2014 die zweite Ausschreibungsrunde begonnen. Im Zentrum stehen weiterhin Produktionen, die nicht auf bekannten Marken oder literarischen Vorlagen beruhen. Gesucht werden Realfilme für ein Publikum von 8-12 Jahren, die aus der Perspektive von Kindern erzählt und humorvoll sind, in der Gegenwart spielen sowie differenzierte Charaktere zeigen. Ziel ist die Produktion gesellschaftlich relevanter Filme, die auf originelle und emotionale Weise ihren Zuschauern eine positive Perspektive bieten.
Die Förderung wird weiter als Zwei-Stufen-Modell realisiert. In einer ersten Phase werden durch eine Jury aus allen Einsendungen bis zu sechs Projekte ausgewählt. Zur Erarbeitung einer ersten Drehbuchfassung werden sie mit je 20.000 Euro für die Drehbuchautoren und 5.000 Euro für die Produzenten gefördert. In der zweiten Phase sollen mindestens zwei dieser Filmideen mit finanzieller Unterstützung der beteiligten Partner umgesetzt werden. Es wird davon ausgegangen, dass voraussichtlich ab diesem Jahr mindestens zwei "besondere Kinderfilme" jährlich produziert werden können.
Fortführende Informationen und Unterlagen zur Bewerbung stehen unter www.der-besondere-kinderfilm.de bereit. Ansprechpartnerin ist die Projektkoordinatorin Hanna Reifgerst: reifgerst(at)der-besondere-kinderfilm(dot)de
Die Ausschreibung wird ferner von dem unabhängigen Förderverein Deutscher Kinderfilm e.V. in Erfurt betreut, der nicht zu den Geldgebern der Initiative gehört.
Das Fördermodell versteht sich als zusätzlicher Baustein in einer Reihe von Maßnahmen mit dem Ziel, dem Kinderfilm in Deutschland mehr Präsenz und ein stärkeres Gewicht zu verleihen. Qualität und Anzahl dieser "besonderen Kinderfilme" sollen dadurch im Kino und im Fernsehen gesteigert werden.