Gemeinsam mit dem Geiger Ivan Ženatý, der gleichzeitig Leiter des Festivals ist, präsentiert sich die Dresdner Philharmonie mit Prokofjevs erstem Violinkonzert und Beethovens „Eroica“. Mit Janáčeks „Sinfonietta“, der „Reminiszenz“ an einen der ganz großen unter den Komponisten des 20. Jahrhunderts und an das Festival, wird ein Werk erklingen, das nicht zum „Stammrepertoire“ der Dresdner Philharmonie gehört, Michael Sanderling aber gerade deshalb besonders reizt:
„Leoš Janáček ist untrennbar mit der Traditionslinie einer tschechisch-nationalen Musik verbunden. Bei uns ist er leider viel zu selten im Konzert zu hören, aber gerade deswegen blicke ich mit besonderer Vorfreude auf das Janáček-Festival.“ Die „Sinfonietta“ wurde von der Dresdner Philharmonie zum letzten Mal unter der Leitung von Marek Janowski 2002 aufgeführt. Sanderling selbst bisher nur einmal vor einigen Jahren dirigiert: „Ich freue mich darauf, es daher so gut wie neu einzustudieren oder zumindest neu beleuchten zu können.“
Das Janáček-Festival wird bereits seit den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts jährlich in der nordmährischen Industriestadt veranstaltet und hat sich seit den 1990er Jahren zu einem der renommiertesten und von zahlreichen angesehenen Musikerpersönlichkeiten gern besuchten Musikereignis im östlichen Europa entwickelt.
Der tschechische Geiger Ivan Ženatý gehört zweifellos zu den besten Violinisten seiner Generation. Nach seinem Debüt 1990 in London und nachfolgenden Auftritten mit dem Concertgebouw-Orchester in Amsterdam und den Berliner Philharmonikern hat er mit allen namhaften Orchestern zusammen musiziert. Sein Repertoire ist überaus reichhaltig und seine Diskographie beeindruckend. Er gibt weltweit Meisterkurse und hat seit 2012 eine Professur amr prestigeträchtigen Cleveland Institute of Music inne.
Programm des Eröffnungskonzertes am 20. Mai 2016 in Ostrava (Tschechien)
Leoš Janáček (1854-1928): Sinfonietta op. 60
Sergei Prokofjew (1891-1953): Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur op. 19
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“