"Für uns ist eine klare Nachhaltigkeitsorientierung eine der Voraussetzungen, um langfristig auf Erfolgskurs zu bleiben. Immer wieder stellen wir daher bestehende Prozesse und Strukturen unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten in Frage", erklärt Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender der Hansgrohe AG. "Die stufenweise energetische Sanierung und bauliche Erneuerung unserer Firmengebäude soll dazu beitragen, unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen."
134 Tonnen weniger CO2 pro Jahr
Bereits vor über 30 Jahren begann die Hansgrohe AG als eines der ersten Unternehmen der Sanitärbranche, sich mit der Wasser- und Energieeffizienz seiner Produkte zu befassen. Ende der 1980er-Jahre war Hansgrohe bei der Einführung eines Umweltmanagementsystems erneut Vorreiter. Auch beim Betrieb der eigenen Fabrik- und Verwaltungsgebäude spielten schon früh Gesichtspunkte des Ressourcen- und Klimaschutzes eine Rolle. 1993 nimmt Hansgrohe auf dem Dach seines Brausenwerks in Offenburg ein Solarkraftwerk in Betrieb, das damals das größte seiner Art in Europa war. "Nachdem unsere Firmenzentrale in Schiltach etwas in die Jahre gekommen war", so der Hansgrohe Vorstandsvorsitzende, "haben wir 2011 die Erneuerung des Headquarters nach Gesichtspunkten nachhaltigen Bauens angepackt, um dessen Energie- und CO2-Bilanz zu verbessern." Dazu ließ der Schwarzwälder Bad- und Sanitärspezialist die gesamte Gebäudehülle des Hauptgebäudes und die 2.000 Quadratmeter umfassende Dachfläche rundum energetisch und optisch sanieren.
Dabei hat man vor allem auf umfassende Wärmedämmmaßnahmen nach neuestem Energiesparstandard großen Wert gelegt. Das Ergebnis: Rund 58 Prozent Wärmeenergie können so künftig eingespart werden. Dies entspricht einer Verringerung des CO2 Ausstoßes um 134 Tonnen pro Jahr. Die so erzielte Reduzierung des CO2-Ausstoßes entspricht in etwa der Menge, die ein Wald von 10.720 Buchen im Jahr binden würde.[1]
Außerdem hat das Unternehmen die Süd- und Ostfassade seiner Zentrale mit einem außen liegendem Sonnenschutz ausgestattet, der die Wärmestrahlung in den warmen Jahreszeiten abhält und damit erhebliche Kälteenergie einspart. Die dabei eingesetzten Sonnenschutzlamellen sorgen mit ihrer intelligent gesteuerten Tageslichttechnik unabhängig vom Sonnenstand für ein Optimum an Helligkeit und Hitzeschutz. So wird zusätzlich auch der Energieverbrauch für die künstliche Beleuchtung deutlich reduziert. Auf der Dachseite entlang der Auestraße hilft künftig eine 39 Kilowatt Photovoltaik-Anlage, rund 27 Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen. Die hier gewonnene Energie wird in die Stromversorgung des Werks an der Auestraße eingespeist.
Neues Gesicht
"Unser Hauptgebäude ist ein im Laufe der Zeit und mit der Expansion des Unternehmens gewachsener Komplex. Es entstand zwischen 1968 und 1986 in fünf verschiedenen Bauabschnitten und ganz unterschiedlichen Architekturstilen", erklärt Siegfried Gänßlen. "Durch die Sanierung ist es gelungen, dieses Ensemble optisch zu einem Ganzen zusammenzuführen und dem Hansgrohe Headquarter ein neues Gesicht zu geben." Tatsächlich wirkt die weiße Fassade mit den einheitlich anthrazit gestrichenen Fenster- und Türrahmen hell und frisch. Ein zweites Firmen-Logo zeigt nun auch auf der Südseite bei der Ortsdurchfahrt von der Hauptstraße aus, welche Firma hier ansässig ist. "Weitere Schritte in Richtung nachhaltiges Energiemanagement und Ressourcenschonung folgen", kündigt Siegfried Gänßlen an.
[1] Quelle: Klimaorakel der Kampagne „Klima sucht Schutz“, einer gemeinsamen Aktion des Bundesumweltministeriums und des Handelsblatts http://www.handelsblatt.com/...