Dabei waren die Meinungen zum Thema der Notwendigkeit zur Einsparung von Trinkwasser in Deutschland unterschiedlich. Deutlich ist dagegen der Konsens im Bereich Qualität und Zertifizierung der eingesetzten Rohrsysteme: Hier sind sich die Experten dann auch einig, dass allgemeine Zertifizierungsstandards zur Einhaltung der Qualitäts- und Hygieneanforderungen bei Grauwasserrecyclinganlagen geschaffen werden sollen.
Regionale Unterschiede des Bedarfs Ein zusätzlicher Aspekt des Einsatzes von Grauwassersystemen ist nach Aussage der Experten die bestehende, regionale Trinkwassersituation. Dadurch können sich auf der einen Seite bei Trinkwasserknappheit, z. B. in Ballungsgebieten mit niedrigem Grundwasserpegel, Einsparanforderungen stellen, die mit der Installation von Grauwasseranlagen praktisch erfüllt werden. Nach Expertenmeinung ist es notwendig, bestehende, regionale Abwasserfrachten zu berücksichtigen. Diese benötigen eine bestimmte Mindestmenge an Wasser, um einen hygienisch zuverlässigen Transport zu gewährleisten. Ein einstimmiges Fazit fand das Expertengespräch bezüglich der Notwendigkeit einer Lobby für Grauwasserecyclinganlagen: Hier sind sich die Experten einig, dass eine zukünftig erfolgreiche Nutzung ausschließlich mit einer Lobby pro Grauwasser möglich ist, um diese Art des innovativen Umgangs mit Wasser zu etablieren.
Richtlinien und Qualitätsanforderungen Im Gegensatz zu Deutschland existieren in den Niederlanden bereits verbindliche Richtlinien für nicht Trinkwasser führende Rohrsysteme. Die dort mintgrünen Rohre sind mit dieser Farbgebung sofort als Betriebswasserrohr identifizierbar. Sie genügen für unterschiedliche Wasserqualitäten (Betriebswasserqualitäten) hohe Qualitätsstandards, um die Anforderungen an ihre Materialhaltbarkeit zuverlässig zu erfüllen. Konsensfähig ist für die Experten eine Gemeinsamkeit in beiden Ländern: Sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland ist eine Sicherheitserklärung notwendig, die gewährleistet, dass ausschließlich gut gereinigtes Wasser wiederverwendet werden soll und ein Rückfluss bzw. eine Vermischung von Betriebswasser und Trinkwasser garantiert ausgeschlossen werden muss.
Die Hewing GmbH ist weltweit führender Hersteller von physikalisch vernetzten Polyethylenrohren (PE-Xc-Rohren). Weitere Schwerpunkte im Produktportfolio sind hochwertige MT-Verbundrohre sowie Systemplatten für die Flächentemperierung. Mit diesen Komponenten beliefert das Unternehmen Anbieter von Komplettsystemen für die Sanitär- und Heizungstechnik.
Bildunterschrift:
Die Teilnehmer des "Expertengespräch Grauwasser" bei Hewing kommen aus den Bereichen Wissenschaft, Planung und Praxis: Dipl.-Ing. Hans Jürgen Leist, Prof. Dr.-Ing. Franz-Peter Schmickler, Installateurmeister Heinz Grave, Moderation Europa-Betriebwirt Peter Diekmann, Dipl.-Ing. Rob Goutier, Dipl.-Ing. Erwin Nolde, Dipl.-Ing. Michael Vens