Windmöller & Hölscher stellte den Studierenden von Prof. Dr. Thomas Derhake eine knifflige Aufgabe: Für einen Palettierroboter, wie er üblicherweise in Papiersackfabriken eingesetzt wird, sollte ein neues Greifersystem entwickelt werden. Zahlreiche technische Randbedingungen waren zu beachten. Insbesondere galt es, die im Rahmen der Lehrveranstaltung erlernten Methoden anzuwenden und damit auch gänzlich neue Ansätze aufzuzeigen.
Die insgesamt 24 Teams von zwei bis sechs Studierenden erarbeiteten dabei Projektpläne, technische Konzepte und erste konstruktive Ansätze. In einer abschließenden Veranstaltung mussten die Teams ihre Projektarbeiten vor einer der Jury aus Prof. Dr. Thomas Derhake und Vertretern von W&H präsentieren. Für die drei besten Teams winkte eine finanzielle Anerkennung durch Windmöller & Hölscher.
Prof. Derhake sieht in der Integration einer realen Aufgabenstellung in die Lehrveranstaltung eine besonders praxisnahe und motivierende Form der Ausbildung. Insbesondere die Gewinnerteams konnten dann auch die Jury durch die professionelle Anwendung der erlernten Methoden der industriellen Produktentwicklung und durch die ideenreichen virtuellen Prototypen überzeugen.
Aber auch für W&H sieht Thomas Hawighorst (Leiter F&E/Verarbeitungsmaschinen) nur Vorteile: "Der Maschinenbau steht sicherlich nicht im täglichen Blickfeld von jungen Menschen, bietet aber für angehende Ingenieure vielfältige und interessante Herausforderungen. Wir haben uns daher sehr gefreut, die Gelegenheit zu bekommen, unser Unternehmen und eine typische Aufgabenstellung präsentieren zu können." Dass dabei nun auch noch etliche reizvolle Ideen entstanden, sei natürlich umso erfreulicher.
Ferner stellte Thomas Hawighorst klar: "Wir wollen nicht nur über Fachkräftemangel klagen, sondern uns als Unternehmen auch unserer Verantwortung für deren Ausbildung stellen". Auch deswegen wird dieser Ideenwettbewerb sicherlich eine Fortsetzung finden.