Hat sich das Quartier Rosenplatz in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt? Studierende der Hochschule Osnabrück gehen dieser Frage derzeit auf den Grund und wollen anhand eines Fragebogens ermitteln, wie die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Umfeld einschätzen. Aussagen wie die folgenden sollen die Befragten bewerten: "Das Quartier ist für Familien attraktiv." "Das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen im Quartier funktioniert gut."
Oder: "Ich fühle mich im Straßenverkehr innerhalb des Quartiers sicher." Auch die Frage "Fühlen Sie sich gestört vom nächtlichen Verkehrslärm?" ist Teil der Erhebung. Das Quartier Rosenplatz im südlichen Bereich der Stadt Osnabrück wird seit 2001 als Sanierungsgebiet im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" entwickelt. Mehr als ein Jahrzehnt später soll die Untersuchung ein Meinungsbild der Bürgerinnen und Bürger aufzeigen.
Seit Mitte April und noch bis Mitte Mai werden die Studierenden an zentralen Plätzen des Viertels die ansässigen Bürgerinnen und Bürger um das Ausfüllen des Fragebogens bitten und damit die nötigen Daten für die Auswertung erheben. Die Ergebnisse werden bei einer offiziellen Veranstaltung im Herbst vorgestellt. Wer sich an der Umfrage beteiligen möchte, hat auch die Möglichkeit bei Kathrin Heinen im Stadtteilbüro in der Iburger Straße 23 dienstags von 13 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 13 Uhr einen Fragebogen auszufüllen.
Für das Stadtteilbüro ist die Studie wichtig. Kontinuierlich wird an der Wohn- und allgemeinen Lebensqualität im Quartier gearbeitet. Mehrere
"Runde Tische" und lange Diskussionen von Vereinen, Ehrenämtlern und dem Stadtentwicklungsträger führten dazu, dass auch auf die Wünsche seitens der Bürgerschaft eingegangen werden konnte. Doch wie zufrieden sind die Bewohnerinnen und Bewohner wirklich? Nach gut zwölf Jahren brachte das Stadtteilbüro die Ist-Stand-Analyse auf den Weg. In Zusammenarbeit mit der Hochschule entstand der Fragebogen. Zum Hintergrund: ln der Vertiefung "Sozialraumorientierte Soziale Arbeit" des Studiengangs Soziale Arbeit lernen die Studierenden unter anderem, quantitative Untersuchungen - zum Beispiel in Form einer Sozialraumanalyse zum Thema "Zufriedenheit im Wohnumfeld" - durchzuführen und statistisch auszuwerten. Inhaltlich und wissenschaftlich werden die Studierenden von Dozent Michael Tiaden und der Sozialarbeitswissenschaftlerin Marina Granzow begleitet. In Kooperation mit Sonja Finkmann und Kathrin Heinen vom Stadtteilbüro des Rosenplatzquartiers und der Stadt entstand die Idee der Sozialraumanalyse.