Rech, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Baden-Airpark GmbH ist, wies darauf hin, dass der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden mittlerweile den zweiten Platz im Ranking der Regionalflughäfen in Deutschland einnimmt. Die Landesregierung strebe an, ihn in die anstehende Novellierung des Flughafenkonzepts der Bundesregierung aufnehmen zu lassen. Darin werde das Interesse des Bundes am dezentralen Flughafensystem und an den einzelnen Flughäfen festgeschrieben. Ein erster Erfolg und Bestätigung dafür, „dass das Land das Seine zum geordneten Steilflug beitragen wird, ist die Tatsache, dass das Bundesverkehrsministerium grünes Licht für einen direkten Autobahnanschluss des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden gegeben und damit seine bisherige ablehnende Haltung aufgegeben hat“, sagte Rech. Auch dies unterstreiche eindrucksvoll den Erfolg des Flughafens und des Baden-Airpark insgesamt.
Der Minister verwies auf Prognosen, die eine weitere Steigerung des Luftverkehrs voraussagten. Deswegen müsse darauf geachtet werden, dass dieser noch umweltgerechter erfolgen müsse, beispielsweise mit Motoren, die leiser seien und weniger Schadstoffe produzierten. Dazu gehöre auch eine effektive Flugsicherung und eine optimale Infrastruktur auf dem Boden. Beide Punkte vereine das künftige Projekt am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Im Planfeststellungsbeschluss vom Juni 2005 seien die dazu notwendigen Festlegungen für die sichere Abwicklung des Betriebs, den Umweltschutz und die Erweiterung der Kapazität getroffen worden, wobei die Umsetzung dieser wichtigen Maßnahmen bereits begonnen habe.
Festzustellen sei, dass der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden für die Zukunft gut gerüstet sei. Rech: „Wir alle können auf dieses Vorzeigeprojekt stolz sein. Die Menschen identifizieren sich mit ihrem Flughafen, mit dem angeschlossenen Gewerbegebiet und der Freizeitanlage. Alles zusammen könnte man als Schmuckstück bezeichnen, das nicht mehr wegzudenken ist.“ Mit dem Flughafen stehe eine Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung, die der Region einen wichtigen Standortvorteil im europäischen Wettbewerb der Regionen sichere.
Der Minister erinnerte daran, dass sich das Land von Anfang an dafür eingesetzt hat, am ehemaligen kanadischen Militärflugplatz einen qualifizierten Standort nicht nur für private Flugpassagiere, sondern auch für Geschäftsreisende zu schaffen. Im Fall des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden hätte dies zwei Konsequenzen nach sich gezogen: das Projekt „Ziviler Verkehrsflughafen Söllingen“ und den Rückbau der nahe gelegenen Verkehrslandeplätze in Forchheim und Baden-Baden. Durch diese vernünftige Entscheidung und die hervorragenden Bedingungen sei es gelungen, die kommerziellen Verkehre am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zu bündeln und die kleinen Flugplätze auf eine rein luftsportliche Nutzung zurückzuführen.
Dieser kurze Rückblick verdeutliche auch die verlässliche Luftfahrtpolitik des Landes, wie sie im Generalverkehrsplan von Baden-Württemberg festgeschrieben sei. Diese Festschreibung sei auch Ausdruck der damaligen Beschlüsse und Gespräche mit den Regionen und ihren politischen Kräften. So habe sich damals die gesamte Region Mittlerer Oberrhein für einen Verkehrsflughafen ausgesprochen und das Projekt unterstützt. Im Gegensatz dazu sei der Südliche Oberrhein nicht für eine Flughafennutzung auf dem ehemaligen Militärflugplatz Lahr gewesen. „Diese regionalen Entscheidungen waren dann Grundlage von Investitionen und För-dermaßnahmen von Land, Region und privater Seite, die zur Erfolgsgeschichte des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden beigetragen haben“, sagte Rech.