Die Teilnehmer der diesjährigen Delegationsreise decken wie in den Vorjahren ein breites Branchenspektrum ab. Bau/Infrastruktur, Innenausbau/ -ausstattung sowie Gesundheitswesen seien ebenso vertreten wie Verkehrsleitsysteme und Umwelttechnologien. "Gerade in diesen Feldern erwarten wir eine zügige Intensivierung der Zusammenarbeit, sowohl in konkreten Projekten wie auch langfristigen technologischen Kooperationen", so Sackmanns Einschätzung. Die bayerischen - meist mittelständischen - Delegationsteilnehmer würden die Bayerischen Wirtschaftstage zum direkten Austausch mit Unternehmern und Regierungsvertretern aus Stadt und Region Moskau nutzen - sowohl für erste Kontaktanbahnung als auch für konkrete Geschäftsabsprachen.
"Ob Handwerk oder High-Tech - Bayern ist in Russland sehr gut positio-niert" freut sich Sackmann. Neben gemeinsamen Großprojekten wie dem Flughafen Vnukowo mit OBERMEYER Planen + Beraten, der Entwicklung einer großen Shopping Mall in Novokossino durch die Hammer AG, der Sa-nierung des Stadtteil Lefortovos durch das Architekturbüro Meier-Scupin & Partner oder der Errichtung von 3-Sterne-Hotels durch die Mawy Gruppe gibt es zahlreiche Kooperationen, die weniger sichtbar, aber nicht minder erfolg-reich laufen. "Die Firma Bauer Kompressoren trägt beispielsweise mit der Lieferung von 42 Atemluftkompressoren zur Sicherheit und Verlässlichkeit bei Einsätzen der Moskauer Feuerwehr bei. Der bayerische Handwerksbetrieb Maierhofer sorgt mit seiner Kompetenz für Metallbedachungen und -fassaden für eine stilvolle und hochwertige Ausstattung von Moskauer Villen", erklärte Sackmann. Ein weiteres Highlight der Reise ist ein Gespräch des Wirtschaftsstaatssekretärs mit Christian Kremer, President BMW Group Russia. BMW stellt in diesen Tagen das neue Modell der 7er-Reihe in Moskau vor.
Sackmann wird auch mit langjährigen Partnern Bayerns zusammentreffen. Im Zentrum des Besuchs stehen Gespräche mit Moskaus Oberbürgermeister Jury M. Luschkow, seinem ersten Stellvertreter Jury V. Rosljak und Regierungsmitgliedern des Moskauer Gebiets. Gemeinsam werden wichtige Gemeinschaftsprojekte weiter vorangetrieben. "Die gemeinsame bayerisch-russische Erfolgsgeschichte lässt sich sehen. Die Russische Föderation - und dort insbesondere der Moskauer Raum - ist Bayerns bedeutendster Handelspartner in Osteuropa", so Sackmann.
Auch Bayern habe in den letzten Wochen ganz im Zeichen der Wirtschaftsbeziehungen zu Russland und seinem boomenden Markt gestanden. Erst vor zwei Wochen haben Ministerpräsident Günther Beckstein, Wirtschaftsministerin Emilia Müller und Wirtschaftsstaatsekretär Markus Sackmann die St. Petersburger Gouverneurin Walentina I. Matwienko zu Gesprächen in Bayern empfangen und konkrete Maßnahmen zur Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beschlossen.
Von 2000 bis 2007 ist der bilaterale Warenaustausch um das 3,5-fache auf 8,5 Mrd. € angestiegen. Die Lieferungen bayerischer Produkte nach Russland sind 2007 erneut um über 38% auf 3,7 Mrd. € angewachsen. Im 1. Quartal 2008 konnte Bayern mit seinen Lieferungen nochmals um 40% auf 1 Mrd. € zulegen. Die bayerischen Importe aus Russland beliefen sich 2007 gegenüber dem Vorjahr auf 4,8 Mrd. €. Mehr als die Hälfte der deutschen Großinvestoren kommt aus Bayern.