Viele Besucher freuen sich an der familiären Atmosphäre im Ausstellungshaus Elementarium und im Schaumagazin Sammelsurium. "Ein Museum zum Anfassen wie unseres lebt durch Mitarbeiter zum Anfassen", stellt Museumsleiterin Friederike Koch klar. In der Zusammenarbeit mit Besuchern sowie in der Bildungs- und Forschungsarbeit wird eine offene Haltung groß geschrieben. Das Kamenzer Regionalmuseum ist bereits seit 50 Jahren eng mit den Menschen der westlichen Oberlausitz verwurzelt. Um jedoch für möglichst viele Menschen attraktiv zu bleiben, gilt es, heute mehr denn je, die hierachische Pyramide "Leiter - Mitarbeiter - Besucher" auf den Kopf zu stellen. Ideen und Engagement aus der Bevölkerung können so schneller, einfacher und direkter in die Arbeit der Archäologen, Biologen, Geologen und Pädagogen einfließen. Jeder Mitarbeiter pflegt in seinem Fachbereich daher enge Kontakte in die Region. Vom Schülerpraktikanten über den Diplomanden bis zum langjährigen Heimatforscher finden sich unzählige Ehrenamtliche in der Arbeit des Museums wieder.
Mit der Eröffnung des Elementariums 2002 gewannen ehrenamtliche Denkmalpfleger, der Naturschutzbund, Gesteinssammler, Lehrer und Erzieher ein neues Forum für den Erfahrungs- und Wissensaustausch hinzu. Hier treffen sich regelmäßig Menschen, die sich mit der Region identifizieren. Sie setzen einen großen Teil ihrer Freizeit dran, das Natur- und Kulturerbe ihrer Heimat zu dokumentieren, zu bewahren und zu pflegen. Mit der Veröffentlichung "Zwischen Großer Röder und Kleiner Spree" bietet das Museum der Westlausitz Laien ein populärwissenschaftliches Sprachrohr, über das aktuelle, regionalbezogene Erkenntnisse den Weg in die Öffentlichkeit finden können.
Ehrenamtliches Engagement soll Spaß machen und belohnt werden! Der jüngst gegründete Verein "Förderer und Freunde des Museums der Westlausitz e.V." wird in Zukunft ehrenamtliche Aktivitäten rund um das Museum erleichtern und koordinieren. Die Vereinsmitglieder belohnen sich schon jetzt jeden Sommer mit der "Hofparty" im Elementarium, die einen besonders bunten Farbtupfer in den Veranstaltungskalender des Museums der Westlausitz wirft. Neue Mitglieder sind im Verein gerne gesehen. Bei Interesse wenden sie sich bitte an das Museum der Westlausitz.
Vergabe des Museumspreises 2007
Herr Olaf Zinke, durfte stellvertretend für die Museumsleiterin Frau Friederike Koch, am 7. Dezember 2007 den Museumspreis des Freistaates Sachsen in Empfang nehmen. Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, überreichte die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung. Das Museum der Westlausitz sei ein sehr familienfreundliches interaktives Museum, in dem museumspädagogische Aspekte exzellent aufgearbeitet würden. Jede Ausstellungsbesichtigung werde so zu einem besonderen Erlebnis, hieß es in der Begründung der Jury.
Zur Jury des Museumspreises 2007 gehörten Katja Margarethe Mieth (Direktorin der Landesstelle für Museumswesen), Prof. Dr. Dr. Markus Walz (Studiendekan Museologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig); Dr. Igor Jenzen (Direktor des Museums für Sächsische Volkskunst Dresden), Manfred Böhme (Direktor des Landestourismusverbandes Sachsen), Fabian Krone (Vorstandsdirektor der Lange Uhren GmbH Glashütte), Thomas Bille (Journalist) und Thomas Früh (Abteilungsleiter Kunst in Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst). Der Museumspreis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Insgesamt 33 Bewerbungen nichtstaatlicher und kommunaler sächsischer Museen waren beim Sächsischen Kunstministerium und bei der Landesstelle für Museumswesen eingegangen. Der Museumspreis wird künftig im Zweijahresrhythmus vergeben.
Elementarium – Ausstellungen, Bibliothek, Café
Pulsnitzer Str. 16, 01917 Kamenz
Geöffnet: Di. - So. 10 -18 Uhr und an Feiertagen
Eintritt: Erwachsene 2,00 EUR, ermäßigt 1,00 EUR, Kinder bis 6 Jahren frei
www.museum-westlausitz.de