Am Dienstag, den 1. Dezember um 19 Uhr
im Hofgartenhaus (beim Unteren Tor), Schloss Salem
Einführung in das Projekt: Prof. Dr. G. Schöbel (Museumsdirektor Pfahlbaumuseum Unteruhldingen)
Referentin: Jasmin Rauhaus (Universität Tübingen)
Der Salemer Hardtwald birgt ein ganz besonderes Bodendenkmal, nämlich rund 20 große Hügelgräber der frühen Kelten (Späthallstatt- bis frühe Latènezeit, 7. bis Anfang 5. Jh. v. Chr.). Im Zuge eines wachsenden Interesse an der Geschichte der Region im 19. Jh. wurden bereits 1830 und 1834 auf Veranlassung des Markgrafen Wilhelm von Baden Ausgrabungen der noch sichtbaren Hügelgräber im Hardtwald vorgenommen.
Die Ausgrabungen leiteten - damals nicht ungewöhnlich - historisch interessierte Laien: der Forstinspektor Bleibimhaus zusammen mit Hofapotheker Bauer.
Markgraf Wilhelm, der selbst bei den Ausgrabungen anwesend war, bemerkt in einem Schreiben (1834), dass "...bei der Aushebung der sich zeigenden Gegenstände die gehörige Vorsicht beobachtet wurde" und "Sämtliche aufgefundenen Alterthümer sind in Salem geordnet und vorsichtig aufbewahrt." Weitere Grabungen erfolgten 1878, 1891/92 und 1896/97. Die Funde wurden 1877 an die "Großherzogliche Alterthümersammlung" übergeben und gelangten so nach Karlsruhe, wo sie heute im Badischen Landesmuseum aufbewahrt werden.
Frau Jasmin Rauhaus, die sich im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit an der Universität Tübingen mit den Kelten beschäftigt, referiert an diesem Abend über neue Erkenntnisse an den Keltengräbern im Salemer Hardtwald.
Eintritt für diesen Vortrag frei!
Aufgrund des eingeschränkten Platzangebots wird um Anmeldung gebeten:
Schlossverwaltung Salem, Tel. 07553/916 53 31 oder schloss@salem.de
In der Sonderausstellung "23+. Orte, Funde und Geschichten - Archäologie im Bodenseekreis", die am 6.12. ("Tag des Offenen Tür", 13-17 Uhr), 26.-27.12., 1.1. und 3.1. (je 10-16 Uhr) im Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen zu sehen ist, wird auch ein Fundstück aus Salem gezeigt.