Das Wechselladerfahrzeug - ein Lastwagen mit austauschbarem Abrollbehälter - wird künftig für den Transport vom Material und Ausrüstung eingesetzt. Der Vorteil: Der Behälter kann am Einsatzort stehen bleiben, während das Trägerfahrzeug schon den nächsten Behälter holt. Das System ist kompatibel mit dem System der Berufsfeuerwehr, der Flughafenfeuerwehr und der Abfallwirtschaft Region Hannover. "Das ist auf jeden Fall eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Fahrzeugen, weil es Flexibilität ermöglicht", lobte der Regionspräsident. "Damit sind die Feuerwehren für Hilfseinsätze - zum Beispiel bei Hochwasserlagen - gut gerüstet." Mit der Einführung des Wechselladersystems ist die Feuerwehrtechnische Zentrale auch in der Lage, sich in Zukunft von den Sonderfahrzeugen wie dem Schlauchwagen und dem Gerätewagen Atemschutz zu verabschieden und diese durch entsprechende Abrollbehälter zu ersetzten. Anschaffung und Unterhaltung sind dann mit dieser Lösung deutlich kostengünstiger.
Die Simulationsstrecke für den Kesselwagen dient künftig der Ausbildung von Feuerwehrleuten für den Gefahrguteinsatz bei Bahnunfällen. Die Männer und Frauen können dort zum Beispiel üben, Flüssigkeiten aufzufangen und Leckagen abzudichten. Auch das Erden elektrischer Oberleitungen kann dort simuliert werden. Darüber hinaus lernen die Feuerwehrleute die Armaturen des Kesselwagens kennen. Der Wagen wurde der Feuerwehr 2005 unentgeltlich überlassen. In Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk, den freiwilligen Freuerwehren und mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr Hannover wurde der Wagen in das dafür angelegte Gleisbett gehoben. "Diese Aktion ist ein gutes Beispiel für Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten", lobt Regionsbrandmeister Bernd Keitel. "Bis auf Materialkosten und die Pflasterung wurden alle Tätigkeiten zur Aufstellung des Kesselwagens in Eigenleistung erbracht."
Das Mehrzweckfahrzeug wurde zum Teil aus Mitteln des Konjunkturpakets II bezahlt. Fünf Leute finden in der Doppelkabine Platz, dank eines Pritschenaufbaus kann außerdem Material transportiert werden. Der Wagen ersetzt einen 15 Jahre alten VW-Transporter, der künftig an der Feuerwehrtechnischen Zentrale Burgdorf stationiert wird.
Die Feuerwehrtechnische Zentrale ist zuständig für die Wartung und Überprüfung der Einsatzgeräte von 82 Ortsfeuerwehren in den Städten und Gemeinden Barsinghausen, Gehrden, Hemmingen, Laatzen, Pattensen, Ronnenberg, Seelze, Springe und Wennigsen.