Im Kampf für „ihre” Sache schrecken Terrorgruppen wie der IS, Boko Haram oder die Taliban vor nichts zurück. Dabei setzen die Terroristen auch auf eine Taktik, die unglaublich erscheint: Der gezielte Einsatz von Kindern und Jugendlichen als Attentäter.
Umfangreiche Studien, wie viele Kinder und Jugendliche sich derzeit tatsächlich in der Hand von Terroristen befinden, gibt es kaum und sind von Quelle zu Quelle oft unterschiedlich. Laut oppositionsnahen Beobachtern hat aber alleine der IS in Syrien seit Jahresbeginn über 400 Kinder „angeworben“, indem die Minderjährigen gezielt vor Schulen und Moscheen angesprochen wurden (Quelle: Focus.de). Und einem Dokument der Vereinten Nationen zufolge, das im April 2016 veröffentlicht wurde, ist von 362 für den Syrienkrieg rekrutierten Kinder die Rede, wobei sich 274 dem IS angeschlossen haben sollen (oder anschließen mussten).
Wie viele Kinder und Jugendliche derzeit als voll ausgebildete, radikalisierte Terroristen auf der Welt auf ihren „Einsatz” warten, ist unklar. Da alleine der IS laut US-amerikanischen Medienberichten wohl zwischen ca. 120 und 140 Kinder zu Extremisten geformt hat (Quellen: Denverpost.com und Usatoday.com) und sich alleine im Jahr 2015 laut Studie des ‚Combating Terrorism Center’ der US-Militärakademie West Point 90 Kinder und Jugendliche im Namen des Islamischen Staats als Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt haben (Quelle: Sueddeutsche.de), muss von einer sehr hohen weltweiten Dunkelziffer ausgegangen werden.
Doch wie schaffen es die Terroristen, an Kinder und Jugendliche zu gelangen? Häufig suchen sich die Terroristen ihre „Kandidaten” einfach aus und nehmen sie mit, um aus ihnen die nächste Generation von Kriegern zu formen. Intervenierenden Eltern wird mit dem Tode gedroht (Quelle: Usatoday.com).
Doch nicht nur durch Entführung und Anwerbung werden den Terrorkämpfern Kinder und Jugendliche zugeführt. Manche Eltern unterstützen die Gruppen, indem sie ihren Nachwuchs in die Lager schicken. Dabei kommt der „Nachwuchs” aus keiner bestimmten Region, sondern aus allen Teilen der Welt, nicht selten aus Europa (Quelle: Welt.de)
Dass Terroristen Kinder zu Kämpfern ausbilden, liegt in der Natur der Sache: Kinder wirken unschuldig, harmlos, niemand traut ihnen etwas Böses zu, die Hemmschwelle, sie im Ausnahmefall zu eliminieren, ist extrem hoch. Dies machen sich die terroristischen Anführer zunutze.
Glücklicherweise ist nicht immer der Einsatz von todbringender Gewalt notwendig, um ein Attentat zu verhindern. So konnte vergangenes Jahr ein von der in Afrika operierenden Terrororganisation Boko Haram entführtes Mädchen, das mit einer am Körper befestigten Bombe einen Selbstmordanschlag verüben sollte, gerettet werden, weil es sich einer Polizeistreife anvertraut hatte (Quelle: Sueddeutsche.de).
Zum Inhalt:
Ein 13-jähriger Junge gerät in die Fänge von Terroristen, die ihn dazu bringen wollen, in der amerikanischen Botschaft in Delhi eine Bombe zu zünden. Lange vor dem Angriff unterzieht man ihn einer Gehirnwäsche und schickt ihn zu einer muslimischen Familie, wo er für seinen Einsatz vorbereitet werden soll. Doch der Mann, der sich um den Jungen kümmert, beginnt ein gefährliches Spiel, da er das Kind überzeugen will, sich nicht mit der Bombe selbst in die Luft zu sprengen...
Am 7. September erscheint LITTLE TERRORS auf DVD, Blu-ray Disc und als Video on Demand.