Stolz zeigt Stefan, der "Wirt z'Ernsting", die Bilder an den Wänden seiner gemütlichen Gaststube her. Ein bekannter akademischer Maler hat sie gezeichnet, sie erzählen Geschichten aus dem Dorf, über die beim Stammtisch geredet wurde und die er, der inzwischen berühmte Mann, zu Papier gebracht hat. Die Stammtischrunden sind noch heute fixer Bestandteil des Dorflebens. Da wird gesungen, diskutiert und das in der eigenen Hausbrauerei hergestellte Bier verkostet. Alle sind da, vom Pfarrer bis zum Bürgermeister, so wie es sich eben gehört hier im Innviertel. Man ist "per Du", das gilt auch für die Gäste, die gerne zum Mitsingen und "Zuwahocken" (dazu setzen) eingeladen sind.
Kostbarkeiten ganz anderer Art findet man im Ibmer Moor, dem größten Moorkomplex Österreichs. Maria, die begeisterte Natur- und Landschaftsführerin, kennt alle Orchideen, fleischfressenden Pflanzen, Vögel und Gewächse, die inmitten des rund 20.000 Jahre alten Moores leben. Gemeinsam mit den Schülern des Nachbarortes hat sie rund um den romantischen Heratingersee mit seinem dunklen, moorigen Wasser einen Barfußweg samt Insektenhotel errichtet. Wenn sie nicht gerade zu Fuß am Moorlehrpfad unterwegs ist, kontrolliert sie die Markierungen des über 1.000 Kilometer langen Radwegenetzes der Region, das selbstverständlich - man geht ja mit der Zeit! - mit allen GPS-Daten von der eigenen Website www.seelentium.at heruntergeladen werden kann.
Auf der anderen Seite der Salzach, im bayerischen Burghausen, thront die längste Burganlage Europas hoch über der herzoglichen Altstadt. Mit Jazzfestivals, Stadtfesten, Musikveranstaltungen und Kleinbühnen macht die Stadt ihrem Ruf als kulturelles Zentrum der Region alle Ehre. Der Fluss, der sich hier tief ins Felsmassiv eingegraben hat, ist zwar offiziell Staatsgrenze, in Wahrheit war er aber immer ein silbernes, verbindendes Band zwischen den Menschen drüben und herüben. Schon Franz Xaver Gruber, der Komponist von "Stille Nacht", lebte zwar im oberösterreichischen Hochburg, erhielt aber im bayerischen Burghausen Orgelunterricht. 2012 wird es sogar eine gemeinsame Landesausstellung von Bayern und Oberösterreich geben.
Langweilig wird es in Seelentium nie. Bei Schönwetter locken Badeseen, Wander- und Radwege ebenso wie zahlreiche Reithöfe, dazu gibt es einige erlebenswerte Kuriositäten wie die "Traktor-Roas", bei der mit Oldtimer-Traktoren zum Selberfahren die Gegend erkundet wird, oder "Wander-Bauerngolf", wo im Rahmen einer Wanderung oder Kutschenfahrt bäuerliche Golf-Handicaps gemeistert werden müssen. Als Regenbogenprogramm bietet sich das Original Bierbad im Hotel Moorhof an. Dabei badet man erst in alten Bierbottichen im gesunden Biertrub, danach entspannt man sich in einem duftendes Heublumenbett - einfach himmlisch! Außerdem zahlt sich ein Besuch in einem der reizenden kleinen Privatmuseen aus. Natürlich verfügen auch die beiden Salzach-Städte Tittmoning und Burghausen über ein großes Freizeitangebot. Darüber hinaus ist Seelentium der ideale Ausgangspunkt für Besichtigungen in Salzburg (ca. 40km) und Altötting (ca. 25km).
Alle Informationen über die EDEN-Destination Seelentium findet man im Internet auf www.seelentium.at, den Katalog kann man direkt beim Tourismusverein Seelentium, 5131 Franking 36, Österreich, Tel. +43 664 3946369 bzw. urlaub@seelentium.at anfordern.