Sein Tod war vermeidbar, die Rettungswagen hatte bis zum Eintreffen am Unfallort beinahe eine Stunde gebraucht.
Im gleichen Jahr gründeten seine Eltern die Björn Steiger Stiftung e.V.; das deutsche Rettungswesen steckte zu diesem Zeitpunkt noch in den Kinderschuhen. Die Björn Steiger Stiftung setzte sich das Ziel, die Rettungskette zu beschleunigen und die Qualität des Rettungswesens zu verbessern. Auf ihre Initiative wurde im September 1972 die Deutsche Rettungsflugwacht e.V., die heutige DRF Luftrettung, gegründet. Im März 1973 flog der erste Rettungshubschrauber seinen ersten Einsatz.
40 Jahre später sind an 31 Stationen in Deutschland, Österreich und Dänemark rund 50 Helikopter für Notfalleinsätze und den Transport von Intensivpatienten im Einsatz. Bis heute wurden rund eine halbe Millionen Einsätze geflogen, im Jahr 2012 waren es alleine 38.748.
Unterstützt wird die DRF Luftrettung vom gemeinnützigen Förderverein DRF e.V. (nicht von der Steiger Stiftung, diese fördert inzwischen andere Projekte). Ohne den Förderverein wäre das hohe Qualitätsniveau nicht zu realisieren und nicht zu halten.
Neben der Fördererwerbung durch den Förderverein engagieren sich Mitarbeiter/innen externer Fundraising-Agenturen für die DRF Luftrettung. Rund 40 ausgebildete Fundraiser/innen der service94 GmbH in Burgwedel bei Hannover sind derzeit deutschlandweit im täglichen Einsatz. Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Agentur geht nun ins fünfte Jahr. Die Fundraiser/innen informieren Menschen an öffentlichen Plätzen, in Fußgängerzonen und Einkaufszentren über die DRF Luftrettung und gewinnen Förderer.
Joachim Hoff ist einer von ihnen. Der 50-jährige Maschinenbauingenieur arbeitet seit drei Jahren als Fundraiser für die DRF Luftrettung. Genau einen Grund gibt Joachim Hoff für den Berufswechsel an: soziales Engagement. Sein Wille, für den "Dienst am Nächsten" Förderer zu gewinnen, ist stark.
9 von 10 angesprochene Menschen lehnen ein Gespräch ab. Wenn es gut läuft, in freundlicher Weise. Nur wenn die Öffentlichkeitsarbeit im Umkreis eines Klinikums stattfindet, ist das Interesse groß - es hängt wohl mit der Nähe zum Thema zusammen.
Durch häufige Schulungen werden die Fundraiser/innen über Aktuelles informiert. Besonders motivationsstärkend sind nach Aussage Hoffs Gespräche mit den Piloten und Rettungsärzten. Ihre lebensrettenden Aufgaben zu fördern gibt dem 50-Jährigen die nötige Kraft, um täglich in der Öffentlichkeit Bürgerinnen und Bürger anzusprechen, darauf hoffend, sie von der Wichtigkeit des "Dienstes am Nächsten" überzeugen zu können.
Die auf Sozialmarketing und Fundraising spezialisierte service94 GmbH ist deutschlandweit stets auf der Suche nach Mitarbeiter/innen wie Joachim Hoff.
Infos unter: www.service94.de.