Der Titel "Eintrittskarten in Rios Unterwelt" aus dem Wagner Verlag eröffnet dem Leser eine ungewohnte Sicht auf Rio de Janeiro. Er erlebt Lebensfreude und Spiritualität der Menschen in den Armenvierteln, eingerahmt von einer packenden Geschichte um den Ingenieur Lemi und Grace, einer Sambatänzerin.
"Eintrittskarten in Rios Unterwelt" lautet der Titel des Romans, den der Gelnhäuser Wagner Verlag aktuell vorstellt. Autor Matthias Bergmann zeigt die brasilianische Metropole aus einer neuen, ungewohnten Perspektive. Aus einer Perspektive, die man als Tourist kaum jemals erleben wird.
Die Rahmenhandlung erzählt die Geschichte von Lemi, einem Ingenieur im Eisenerzbergbau, der seit 15 Jahren in Brasilien arbeitet. Als er für ein Projekt nach Rio de Janeiro versetzt wird, beschließt er, die Unterwelt der Stadt zu erforschen. Er will eintauchen in die Armenviertel, die Favelas, wo Samba und Kriminalität, Lebensfreude und bittere Armut eine bizarre Koexistenz führen. Die Eintrittskarte in diese Welt wird für ihn die schöne Sambatänzerin Grace. Sie bringt ihn an Orte und in Situationen, die er sich in seinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt hatte.
Lemi wird immer tiefer in die Welt der Favelas hineingezogen und förmlich süchtig nach diesem Leben, während Grace dem Teufelskreis der Armut durch das Tanzen entfliehen will. Sie ist talentiert, schön und ehrgeizig, sie könnte es schaffen. Doch eine plötzliche Krankheit zieht ihr den Boden unter den Füßen weg, plötzlich hängt ihr Leben am seidenen Faden. Für Ärzte jedoch fehlt das Geld. Und so lernt der Leser auch die tiefe Spiritualität der Brasilianer kennen. Denn neben einem farbenfrohen Katholizismus existiert hier noch der alte Candomblé-Kult, der Krankheiten mit schwarzer Magie auszutreiben sucht. Auch diese Seite Brasiliens schildert der Autor in packenden Worten.
Das Buch ist mehr als eine spannende Geschichte. Es lässt den Leser an den echten Erfahrungen des Autors teilhaben. Seit über 25 Jahren lebt und arbeitet der 42jährige in Brasilien. Als Ingenieur kennt er die Welt des Eisenerzbergbaus. Und da er sich in Hilfsprojekten für die Ärmsten des Landes engagiert, kennt er auch die Welt der Favelas hautnah. Was keine Selbstverständlichkeit ist, denn als Ausländer ist es schwer, hier Zugang zu finden.
Um dem deutschen Publikum diese unbekannte Welt näher zu bringen, schrieb Matthias Bergmann seinen Roman. Man spürt auf jeder Seite, dass er weiß, wovon er schreibt. Dass er nicht nur recherchierte Fakten verarbeitet, sondern vor allem selbst Erlebtes auf diese Art einbringt. Auch seine zahlreichen Reisen quer durch das Land fließen in das Werk ein, und man merkt: Da schreibt ein echter Kenner des Landes, der gekonnt mit den Klischees spielt.
"Eintrittskarten in Rios Unterwelt", das Erstlingswerk des Autors Matthias Bergmann, ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.
Eine ausführliche Online-Leseprobe finden Sie unter: http://www.buecherkosmos.de/... (HTM-Seite inklusive Stammdaten des Titels und Buchcover)
Website des Autors: http://lemi-buecher.jimdo.com/...