Nach Angaben des National Park Service wurde das Gebäude neuen Erdbebenstandards angepasst, das Fundament stabilisiert sowie die großen Kamine in Lobby und Speisesaal wiederhergestellt. Die Zimmer wurden weitestgehend behindertengerecht ausgestattet. Denkmalarchitektin Ellen Gage erklärte: "Wenn die Gäste sagen werden, dass sie gar keine Veränderung wahrnehmen, war unsere Arbeit ein Erfolg - dann konnten wir wie geplant den beeindruckenden Reiz des frühen 20. Jahrhunderts erhalten." Für Reservierungen ist das Hotel zu erreichen unter Telefon +1-360-569-2275. Informationen zur Region bietet die Website www.VisitRainier.com.
Hintergrund zu Natursehenswürdigkeiten in Washington State
Der Mt. Rainier ist mit 4.392 Metern einer der höchsten Berge und mit 26 Gletschern der am meisten vereiste Berg der kontinentalen USA. Würden die rund eine halbe Million Einwohner Seattles ausschließlich das von den Schnee- und Eisfeldern des Mt. Rainier gewonnene Wasser benutzen, wären sie mindestens 200 Jahre damit versorgt. Über 10.000 Personen versuchen ihn jedes Jahr zu erklimmen, etwa die Hälfte gibt nicht vor dem Gipfel auf.
Mit einer relativen Höhe von 4.026 Metern - d.h. die Höhe, die sich der Berg über die umgebende Landschaft erhebt - ist der Mt. Ranier auch einer der markantesten Berge der Welt. An klaren Tagen sieht man ihn sogar von Victoria in Kanada und von Partland in Oregon. Im nahe gelegenen Seattle spricht man gar nur von "The Mountain", so beeindruckend dominiert der freistehende Gipfel das Panorama. Die Zugspitze in Deutschland bringt es nur auf eine relative Höhe von 1.746 Metern über der umgebenden Landschaft.
Der Mt. Rainier ist einer der fünf "schlafenden" Vulkane im Süden der Cascade Mountains. Der Bergriese ist aus Lava entstanden - kaum zu glauben, dass im Innern des Wanderziels noch heute flüssiges Gestein köchelt. Der bewaldete Vulkankegel ist erst wenige hunderttausend Jahre alt. Die Juan-de-Fuca-Erdplatte vor der Küste von Washington und Oregon bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von zwei Zentimetern pro Jahr auf die Nordamerikanische Platte zu. Sie wird von dieser in die Tiefe gedrückt und sendet dabei Schockwellen aus, die Erdbeben auslösen und Vulkane entstehen lassen können. Heute ist in dem Wanderparadies des Mount Rainier keine Spur mehr zu sehen, die an einen Vulkan erinnern könnte.
Ganz anders im Süden des Mount Rainier - am Mount St. Helens. Hier ist die Erdgeschichte noch Gegenwart. In den letzten 500 Jahren ist er fünfmal ausgebrochen, zuletzt 1980. Eine neue, einzigartige Tier- und Pflanzenwelt ist in die damals entstandene "Mondlandschaft" aber relativ schnell zurückgekehrt. Ein Besucherzentrum informiert über das Mount St. Helens National Volcanic Monument und den spektakulären letzten Ausbruch.
Insgesamt bietet der Bundesstaat drei Nationalparks. Der Olympic National Park lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein. North Cascades National Park bietet die rauesten Teile der Cascade Mountains. Mehr über die ehemalige britische Besetzung der Region erfährt man im San Juan Island National Historical Park. Rund um die große Zeit des Goldrauschs von 1890 geht es im Klondike Gold Rush National Historical Park. Mount Baker National Recreation Area und Lake Roosevelt National Recreation Area sind als Ausflugsziele mit Möglichkeiten zum Zelten, Fischen und Wandern beliebt. Staatliche Parks mit Erholungsangeboten erstrecken sich über 97.500 Hektar Fläche. Washington hat außerdem neun Staatsforste.
Kaum ein anderer Bundesstaat in den USA bietet so viele Nationalparks und Naturmonumente auf so engem Raum wie Washington State - ein ideales Reiseziel für Rundreisen mit dem Mietwagen oder Campermobil.