Ein aktuelles Beispiel: Kupfer Ohne Kupfer geht fast gar nichts, denn Kupfer ist so begehrt wie nie. Ein angespannter Markt ist sehr interessant für Spekulanten. Das Erdbeben in Japan lässt bei uns die Kupferpreise auf Dauer steigen. Die weltweiten Zusammenhänge sind für einzelne Unternehmen nicht vorhersehbar. Wer kennt sich da noch aus? Wer wagt eine Prognose? Wie soll ein Unternehmen kalkulieren?
Der Wiederaufbau in Japan wird den bereits hohen Kupferpreis noch steigen lassen, denn:
Japan importiert Kupfer, verarbeitet und exportiert in großen Mengen. Besonders China braucht mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern und seiner expandierenden Wirtschaft große Mengen Kupfer. Durch den Tsunami entfällt jetzt die japanische Lieferung. China wird um jeden Preis diese Lücke am Weltmarkt schließen. Der Kupferpreis steigt. Die Weltnachfrage nach Kupfer übersteigt bereits heute die weltweite Jahresproduktion, Tendenz steigend. Der Weltmarktpreis für Kupfer lag während der Finanzkrise bei 3 000 Dollar je Tonne, heute schon über 10 000 Dollar mit Anstieg geschätzt auf 13 000 Dollar noch in 2011.
Ohne Kupfer - und ebenso ohne Metalle und Seltene Metalle gibt es kein Licht, keine Batterien, keinen Computer, kein Handy, kein Telefon, kein Auto...
Der Wiederaufbau in Japan benötigt viel Kupfer. Wenn Atomkraftwerke stillgelegt werden, wird Kupfer für ein Stromnetz gebraucht.
Die entscheidende Frage ist, ob allein der Bedarf an Kupfer den Weltmarktpreis beeinflusst? An den Warenterminbörsen weltweit wird ein 50-faches der Weltproduktion gehandelt, d. h. auf dem Papier hin und her geschoben. Kupferbergbau-Unternehmen müssen ihren Kunden wettbewerbsfähige Preise anbieten - für Monate voraus fest vereinbart. Sie schützen sich durch Terminkontrakte vor Verlusten durch Preisschwankungen. Auch die Verarbeiter und Großunternehmen als Endabnehmer des Kupfers sichern sich ab gegen Risiken: Sie betreiben alle "Hedging", also die Absicherung von bestehenden Kredit-, Energiekosten oder Portfolio-Risiken.
Kann ein mittelständisches Unternehmen eine Risiko-Absicherungsstrategie gegen Preisschwankungen entwickeln oder entscheidet Glück und Bauchgefühl über die mittelständische Zukunft? Hat der Mittelstand die notwendigen Informationen, um seine Finanzrisiken günstig, schnell und flexibel zu reduzieren für eine tragfähige Kalkulation? Wie beurteilen Banken die Liquidität der mittelständischen Unternehmen, wenn diese mehr Geld brauchen bei schwankenden Weltmarktpreisen? Ein gesunder Mittelstand wird von der Bank positiv unterstützt bei Maßnahmen für sichere unternehmerische Entscheidungen.
Was ist "Modernes Hedging" im Mittelstand?
Absicherung unternehmerischer Finanz-Risiken bei Rohstoffen, Energie etc.
Die Kosten von Rohstoffen, Energie, auch die von Währungen und Krediten, werden in den nächsten Jahren global existenz-gefährdend schwanken. Für Klein- und Mittel- und Groß-Unternehmen lassen sich diese Risiken günstig und unbürokratisch absichern.
Beispiele zur Finanz-Risiko-Absicherung im Mittelstand:
- Speditionen und Busunternehmen: Dieselpreise
- Produzierende Unternehmen: Preise für Stahl, Edelmetalle, Metalle, Energie, Rohstoffe...
- Großbäckereien: Getreidepreis
Das Wirtschafts-Forum Baden-Württemberg e.V. informiert mit Kooperationspartnern jetzt in Vorträgen und persönlichen Gesprächen.
Workshop für Unternehmer:
Samstag, 07. Mai 2011, 10:00Uhr - 12.00 Uhr im Hofgut Domäne in Hechingen.
Voranmeldung und Information:
Tel.: (07433) 276415, Fax: (07433) 276416,
E-Mail: roland.bob@wirtschaftsforum-bw.de
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