Wenn es nach den deutschen Banken geht, bewahrt man Geldscheine und Münzen nicht mehr im Portemonnaie, sondern in der Brieftasche auf, gespeichert auf einem Chip. „Ja, wer hat heute denn noch Bargeld in der Tasche?“ Seminarveranstaltung der Künsting AG in Paderborn von Edgar Künsting, Vorstandsvorsitzender der Künsting AG. Bald starten die neuen Azubis ihre Ausbildung, Studenten eine Duale-Ausbildung und der Start in Berufsleben bedeutet neue Herausforderungen annehmen, praktische Erfahrungen und Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen. Die Ausbildungsvergütung versüßt und spornt an, Einzahlungen in eigene Versicherungen stehen auch an und auf einmal steht die Verwaltung des eigenen Geldes im Vordergrund. Der Einladung des Wirtschaftsforums Künsting AG sind Berufsanfänger und deren Familien, Azubis und Interessierte aus dem Großraum Ostwestfalen-Lippe gefolgt.
Wie sehen die Entwicklung und der Umgang mit dem Geld heute aus?
Edgar Künsting, Familienvater und Unternehmer der Künsting AG, möchte in diesem Seminar die verschiedenen Sichtweisen erläutern, „denn der Umgang mit Geld sollte von klein auf gelernt werden, damit jeder auch die Verantwortung für sein Tun übernimmt“, begrüßt Edgar Künsting alle zahlreichen Anwesenden. „Wohin geht die Geldreise. Früher war der Einkauf im Tante-Emma-Laden ein Erlebnis, nur die älteren können sich erinnern. Heute ist es gewollt, dass sogar der Snack an der Imbissbude aus dieser elektronischen Geldbörse beglichen werden soll. Kinder und Jugendliche kennen wohlmöglich gar kein Bargeld mehr, das Gefühl Geld auszugeben, wenn es auf ist, dann ist ebbe. Wird heute nicht oftmals ausgegeben was man nicht besitzt? Führt dieses oftmals dazu, dass Schulden gemacht werden?“
Herr Künsting berichtet bildlich wie damals, als die ersten elektronischen Geldbörsen kamen, dies eine Besonderheit war, nur einige wenige besaßen Plastikkarten. „Deutschlandweit gab es die Amex-Besitzer, VISA Card, GoldCard, American Express und Eurocard. Auf einem Plastikkärtchen, teils auf der Euroscheck-, teils auf der Extrakarte, befindet sich heute noch ein Mikrochip, der Geldeinheiten speichert. Diesen Chip kann man an einem Bankomaten gebührenfrei nachladen und das Kreditinstitut bucht die Summe vom Konto ab. Zahlt der Kunde im Laden, schreibt die Bank dem Händler den Betrag gut. So die Errungenschaft und heute besitzt fast jeder eine dieser Plastikkarten. Die Zeiten der „Lohntüte“ scheinen vorbei zu sein. Wer hat schon mal einen ganzen Bündel Scheine in der Hand gehabt?“, fragt Herr Künsting in die Runde.
Bargeldlos von zu Hause - Online mit App und Passwort – Ist heute alles besser?
Der aktuelle Kontostand mit einem kleinen transportablen Lesegerät von zu Hause bequem abgelesen. Man bekommt es von der Bank entweder zum Nulltarif oder gegen eine geringe Gebühr. Das Zahlen mit Bits und Bytes ist bequem. Anders als beim verbreiteten Electro Cash muss keine Unterschrift geleistet und auch keine Geheimnummer angegeben werden. Finanziell besser stellt sich der Kunde mit der Geldkarte allerdings nicht – weder beim Kreditinstitut, auch Bargeldabhebungen sind nach wie vor bei der Hausbank kostenlos, noch im Laden. Im Gegenteil, kein Cash, kein Skonto. So lautete die Devise der Einzelhändler, die für jeden mit der Geldkarte getätigten Einkauf Gebühren an die Banken abführen mussten. Auch heute noch, doch es gehört zum Alltäglichen und wird nicht mehr diskutiert.
Tipps, Tricks und Hinweise der Künsting AG rund um Geld und Versicherungen
Besonders ärgerlich, wenn Karten verloren gehen oder gestohlen werden. Der Verbraucher bekommt die gespeicherten Geldeinheiten bei Diebstahl oder Verlust der Karte nicht ersetzt. Besonders ärgerlich ist das bei Kombikarten mit Euroscheckfunktion. Seit dem Euro gab es viele Veränderungen, aber ob ohne Bargeld das Leben ein sorgenfreieres geworden ist muss der Einzelne entscheiden.
Eine rege Diskussion schloss sich an, die jungen Erwachsenen, ihre Familien und Geschäftsführer Edgar Künsting waren sich einig, dass das Geld sich elektronisch auf jeden Fall einfacher ausgeben lässt, die Kontrolle aber sich als wesentlich aufwendiger erweist. Weiterhin bestätigten die jungen Erwachsenen, dass das Ausgeben von Bargeld mehr weh tut.
V.i.S.d.P.:
Edgar Künsting
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