Was am 27. August 1932 mit der Gründungsgeneralversammlung im Löwen zu Meilen begann, mit der Wasserung des ersten Fährschiffs "Schwan" am 20. Mai 1933, der Probefahrt vom 8. Juli 1933 und nach Behebung einiger Kinderkrankheiten mit der Betriebsaufnahme am 4. November 1933 seinen eher turbulenten Fortgang nahm, kann in diesem Jahr auf eine mittlerweilen 75jährige Geschichte zurückblicken. Eine Firmengeschichte, welche in den ersten rund zwanzig Jahren den Aktionären wenig Grund zur Freude gab. Es brauchte Durchhaltewillen, Mut und visionären Weitblick, um an der Idee einer schwimmenden Brücke festzuhalten. Eigentlicher Wendepunkt in wirtschaftliche Hinsicht bildete die Beschaffung einer neuen, leistungsfähigeren Fähre Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Mit dem "Schwan II" wurde damals die eigentliche Basis für die heute erfolgreiche Unternehmung gelegt.
Erfreuliches Jahresergebnis Auch im vergangenen Jahr hat die Fährenrechnung mit einem erfreulichen Ergebnis abgeschlossen. Dank leicht gestiegenen Frequenzen und der Nachwirkung der im Vorjahr erhöhten Tarife, stieg der Verkehrsertrag um 0.232 Mio. Fr. oder 2.4% auf erstmals über 10.0 Mio. Fr. an. Die fünf Fähren querten exakt 69.633mal den Zürichsee und erbrachten eine Transportleistung von 3.693 Mio. Passagen (Vorjahr 3.629 Mio.). Profitiert hat das Fährengeschäft vom ausgezeichneten Aprilwetter und den vielen sonnigen Sommer-Wochenenden. Mit 7.608 transportierten Fahrzeugen wurde am "Züri-Fäscht"-Freitag vom 6. Juli 2007 ein neuer Tagesrekord gezählt. Während den drei "Züri-Fäscht"-Tagen benutzten rund 20.000 Fahrzeuge und über 33.000 Personen die Ausweichroute über den See.
Treibstoffkosten: quo vadis?
Nach zu Jahresbeginn leicht rückläufigen Treibstoffpreisen zogen diese im 4. Quartal 2007 rasant an: Mit Fr. 191.- pro 100 l Dieseloel musste ein neuer Spitzenwert hingenommen werden. Dank noch zu günstigen Konditionen abgeschlossenen Beschaffungskontrakten resultiert ein Energieaufwand praktisch auf Vorjahreshöhe. Erneut relativ stark belastet wurde die Rechnung durch die Unterhalts- und Reparaturarbeiten. Im Mehrjahresvergleich ist festzustellen, dass diese Kostenarten kontinuierlich steigen. ln technischer Hinsicht sind die neuen Fähren zwar moderner, was die Betriebsbereitschaft anbetrifft aber unterhaltsintensiver und wegen der komplexeren Bauteile auch teurer. Das Jahresergebnis, welches erstmals seit drei Jahren keine Belastungen aus der Neuregelung der Pensionskasse mehr zu tragen hatte, erlaubte Abschreibungen im Betrage von 1.655 Mio. Fr.
Bilanzgewinn deckt Dividendenerfordernis Der Generalversammlung steht unter Verwendung des Jahresgewinnes von Fr. 614.747.- ein Bilanzgewinn von Fr. 920.966.- zur Verfügung. Der Verwaltungsrat schlägt auch Anlass des 75jährigen Firmenjubiläums eine um Fr. 50.- auf Fr. 150.- erhöhte Dividende zur Ausschüttung vor.
Jubiläumsbuch
Um die interessante und wechselvolle Geschichte der Fährengesellschaft zu dokumentieren, erscheint Mitte Mai 2008 das Werk "75 Jahre Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen AG". Verfasst von Hans-Heiri Stapfer und gestaltet von Herrn Dr. Chlaus Walter ist dieses Werk mit über 150 Farbbildern illustriert und behandelt in lebendiger Form Aktuelles und Geschichtliches zum Fährenbetrieb. Das Jubiläumsbuch ist ab 22. Mai 2008 im Buchhandel oder direkt bei der Zürichsee-Fähre erhältlich.